Schließlich stellen sich viele Intendanten neuerdings die Zukunft rosiger vor, wenn die Rundfunkabgabe einfach nach einem Index-Modell berechnet würde - und ohne den Aufwand, den die unabhängige Kommission Kef regelmäßig dafür treibt? Auf mehr als 930 Millionen summiert sich die Sache, weil auch Einnahmen weggefallen, wie die ARD jetzt an die Kef meldet. Die Kef wird die Zahlen, die auch das ZDF in diesen Tagen übermittelt, in einem sogenannten Zwischenbericht vorlegen und bewerten. Außerdem meldet die ARD 233 Millionen Euro weniger Einnahmen aus dem Rundfunkbeitrag als prognostiziert: Die Zahl der Menschen, die im neuen Modell nicht mehr beitragspflichtig sind, ist wohl höher als angenommen. Weniger gut sieht es für die 100 gesperrten Millionen aus, die die Kef erst freigeben will, sobald die Sender die Kosten bei der Altersvorsorge im Griff haben - was noch wirklich niemand behauptet.
Source: Suddeutsche Zeitung May 02, 2017 04:18 UTC