Zum einen war das vierte Quartal 2018 schlechter als noch im Januar erwartet worden war, wodurch der Rückenwind für 2019 – technisch: der statistische Überhang – entfallen ist. Das „R-Wort“ nehmen bislang weder die Bundesregierung noch die Bundesbank noch die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute in den Mund. Das IWH sieht 0,5 Prozent Wachstum, das Ifo 0,6 Prozent, das RWI 0,9 Prozent, das Kieler IfW 1,0 Prozent, und der BDI erwartet für dieses Jahr gar 1,2 Prozent Wachstum – was angesichts der Umstände schon eine recht starke Leistung wäre. Denn dem Rückgang in Deutschland standen starke Zuwächse in Spanien (3,6 Prozent), Italien (1,7 Prozent) und Frankreich (1,3 Prozent) gegenüber. Deren Umsätze waren im vierten Quartal 2018 kalender- und saisonbereinigt vier Prozent höher als im vierten Quartal 2017.
Source: Handelsblatt March 15, 2019 06:56 UTC