In der von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) am Montag befeuerten Debatte über die Rückkehr von geflüchteten Syrern in ihre Heimat gibt es nun die dritte Wendung. Beim Besuch des syrischen Übergangspräsidenten Ahmed Al-Scharaa in Berlin hatte Merz erklärt, dass 80 Prozent der in der Bundesrepublik lebenden Syrer binnen drei Jahren zurückkehren sollen. Am Dienstag abend dann widersprach Al-Scharaa – inzwischen in London eingetroffen – der Darstellung von Merz. Kanzleramtsminister Thorsten Frei (CDU) hielt am Mittwoch im ZDF-»Morgenmagazin« dennoch unverdrossen an der Version fest, der syrische Übergangspräsident habe die 80 Prozent von sich aus genannt. Geraldine Dany-Knedlik vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung sagte am Mittwoch, eine Rückkehr von 80 Prozent der Syrer sei wohl unrealistisch.
Source: Junge Welt April 01, 2026 17:35 UTC