Die aktuellen Demonstrationen in Iran zeigen, wie schwer sich das Regime tut, das Land dauerhaft unter Kontrolle zu halten. Die jüngste Protestwelle liegt gerade einmal drei Jahre zurück, und auch davor gab es immer wieder Unruhen. Die Sanktionen, die Iran so zusetzen, sind eine direkte Folge der Atom- und Rüstungspolitik des Landes, seiner Unterstützung von Terrororganisationen wie der Hamas und der Hizbullah sowie von Menschenrechtsverletzungen. Die Repression, mit der die Führung auch jetzt wieder reagiert, dürfte weder die Bevölkerung auf Dauer ruhigstellen noch zu einer Abmilderung der westlichen Sanktionen führen. Seine Drohung mit einer Intervention wird man schon allein deshalb nicht auf die leichte Schulter nehmen, weil der Präsident im Sommer gezeigt hat, dass er zu militärischem Handeln in Iran bereit ist.
Source: Frankfurter Allgemeine Zeitung January 03, 2026 06:24 UTC