Am Samstagabend landeten zwei Flugzeuge aus Iran in Istanbul: eines aus Teheran, ein anderes aus Maschhad. Sie sprachen über Tote und Verletzte, über Kommunikation ohne Internet, die Rolle des früheren Kronprinzen Reza Pahlavi und die Hoffnung, dass die Proteste diesmal erfolgreich sein könnten. Eine Ärztin aus Teheran berichtet am Flughafen, dass der 17 Jahre alte Cousin ihrer Freundin nach einem Bauchschuss verblutet sei. Es werde direkt auf die Halsschlagader gezieltDie in Amerika ansässige Menschenrechtsorganisation Human Rights Activists in Iran sprach am Samstag von 116 Toten seit Beginn der Protestwelle. Bei den Protesten von 2022 hatte es so viele Augenverletzungen gegeben, dass Menschenrechtler davon ausgingen, dass Demonstranten gezielt blind gemacht werden sollten.
Source: Frankfurter Allgemeine Zeitung January 12, 2026 05:42 UTC