In der französischen Präsidentenwahl von 2002 stellte sich noch eine „republikanische Front“ geschlossen gegen den Front National. Etliche linke Gewerkschaften können sich nicht zu einer Wahlempfehlung für Emmanuel Macron aufraffen. Das Gleiche gilt für den Linksaußen-Politiker Jean-Luc Mélenchon, und selbst im bürgerlich-konservativen Lager tun sich einige mit ihrem Ratschlag schwer. Die Sorgen seiner Wähler sind ernst zu nehmen, doch sein programmatisches Blendwerk hat keinerlei Rücksicht verdient. Erstens brauchten diese vagen Ideen einen Konsens in Europa, und zweitens wissen Ökonomen, die in Opportunitätskosten denken: Die Alternative käme viel teurer.
Source: Frankfurter Allgemeine Zeitung May 01, 2017 17:37 UTC