In einem 2015 im Tagesspiegel veröffentlichten Text analysiert der Autor den Zusammenhang zwischen der römischen Möwenplage und italienischer Bürokratie, in der sich öffentliche und private (vulgo: mafiöse) Müllentsorgung als korrumpiert erweisen. Korns meisterhaft zwischen Reportage und Allegorie changierender Tonfall prädestiniert ihn geradezu zum Regisseur von Nicola Sanis Kurzoper „Falcone“ in der Werkstatt der Staatsoper. Von hier aus wird auf die zentralen Ereignisse seines Kampfes gegen die Mafia rück- und auf den Schauplatz des Auftragsmords vorausgeblendet. Galgenhumorige EinlagenNeben Andreas Macco, der den Titelhelden mit profunder Stimme und zurückhaltendem Spiel interpretiert, treten auf der fast leer geräumten, an drei Seiten vom Publikum umgebenen Bühne zwei weitere Sänger und zwei Schauspieler (unter anderem Udo Samel) in Erscheinung. Die für die Neubearbeitung des 2007 uraufgeführten Stücks eingerichtete deutsche Textfassung dient der Verständlichkeit, klingt wiederholt aber auch pedantisch und dem Tonfall der Musik nicht angemessen.
Source: Der Tagesspiegel May 02, 2017 07:52 UTC