Die Autorin folgt dabei einer verbreiteten Argumentationsweise und setzt das von ihr beklagte »linke Lagerdenken« mit analytischer Verkürzung gleich. Symptome seien eine angeblich unkritische Solidarisierung mit Teheran, die Marginalisierung der Demonstranten in Iran und das Verschmähen des kurdischen Befreiungskampfes in Rojava. Ursächlich dafür sei, dass »das iranische Regime versuchte, den palästinensischen Befreiungskampf von Beginn an für seine eigene Politik zu vereinnahmen«. Auf der Madrider Friedenskonferenz im Herbst 1991 sollte nach Lösungen für den Nahostkonflikt gesucht werden. Hier zeigt sich keine neue Spaltungslinie, sondern ein Mindestanspruch an die Auseinandersetzung mit Iran und Palästina.
Source: Junge Welt February 19, 2026 18:33 UTC