„Ich bin niemals in meinem Leben einer Frau untreu gewesen“, versicherte Insterburg in seinen Memoiren. Der Tagesspiegel bemerkte sein Talent erstmals 1966, als Insterburg für Elias Canetti einsprang, der eine Lesung in der „galerie diogenes“ abgesagt hatte. „Er experimentiert auf dem Instrument, sucht ihm neue Klangfarben und neue rhythmische Strukturen zu entlocken“, lobte der Rezensent den Gitarristen. Berühmt wurde Insterburg dann allerdings nicht als Neutöner, sondern als Komiker, zusammen mit Karl Dall, Peter Ehlebracht und Jürgen Barz. Nach der ausverkauften ersten Performance im Reichskabarett, dem von Volker Ludwig gegründeten Off-Theater an der Ludwigkirchstraße, schwärmten Zeitungen von „Ingo Insterburg und Co.“, bei dem Namen blieb es.
Source: Der Tagesspiegel October 29, 2018 16:37 UTC