Die SS und das Reichsluftfahrtministerium hätten den Konzern des Flugzeugherstellers Ernst Heinkel demnach gezwungen, im Werk in Oranienburg KZ-Häftlinge einzusetzen. Wenn brutale SS-Männer aus den Werkshallen ferngehalten wurden, dann deshalb, weil sie die Flugzeugfertigung mit ihren willkürlichen Misshandlungen störten. In einer Leerlaufphase stieß das Ernst-Heinkel-Werk Oranienburg (HWO) einmal bedenkenlos auf einen Schlag 3000 Facharbeiter ab, um sie der SS nicht bezahlen zu müssen. Es entstand auf dem Betriebsgelände extra ein Außenlager des KZ Sachsenhausen, in das bis zu 9000 Häftlinge gesteckt wurden. Kein anderer privater Betrieb war so früh und so massiv in die rücksichtslose Ausbeutung der Arbeitskraft von KZ-Häftlingen involviert.
Source: Neues Deutschland October 29, 2018 16:18 UTC