Neuköllns Jugendstadträtin Sarah Nagel (Linke) widerspricht der Forderung von Jugendsenatorin Katharina Günther-Wünsch (CDU) nach personellen Konsequenzen im Zusammenhang mit Vergewaltigungsvorwürfen im Jugendzentrum in der Wutzkyallee. In einem Gespräch mit der Jugendamtsleiterin und Jugendstadträtin Nagel am Mittwoch sei „sehr deutlich“ geworden, dass die Grundlagen des Kinderschutzes und Rechtsvorschriften „deutlich missachtet“ worden seien, sagte Günther-Wünsch. „Wir werden als Abgeordnete der CDU-Fraktion zu diesem ungeheuerlichen Vorgang jetzt Akteneinsichtnahme beantragen.“Der zuständigen Jugendstadträtin fehle es offensichtlich an Aufklärungswillen. Obwohl die Vorwürfe sowohl dem staatlich betriebenen Jugendclub als auch dem zuständigen Jugendamt des Bezirksamts bekannt waren, passierte wochenlang nichts. Bereits Monate zuvor hatten andere Mädchen von sexuellen Übergriffen in dem Jugendzentrum berichtet, doch weder das Jugendamt noch die Amtsleiterin stellten Strafanzeige.
Source: Der Tagesspiegel March 20, 2026 13:01 UTC