Es ist richtig, dass das konstruktive Misstrauensvotum, das die AfD in Thüringen gegen den Ministerpräsidenten Mario Voigt gerichtet hat, aus Sicht der regierenden CDU ein „durchsichtiges Manöver“ war. Aus Sicht der AfD hat die Opposition aber nur getan, was eine Opposition tut, wenn der Ministerpräsident an Autorität zu verlieren droht. In seiner Lage – eine Mehrheit im Landtag hat er nicht – kann er sich eine Blöße kaum leisten. Der Preis für die CDU ist noch einmal gestiegenDer Preis, um seine Regierungspolitik durchzusetzen, ist deshalb noch einmal gestiegen. Das kommt daher, dass Voigt eine Mehrheit für seine Koalition nicht mit AfD-Hilfe erreichen darf, sondern nur mithilfe der Linkspartei.
Source: Frankfurter Allgemeine Zeitung February 04, 2026 17:04 UTC