AnzeigeBei einem Gipfel in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba hat der ägyptische Präsident Abdel Fattah al-Sisi am Sonntag von Ruandas Staatschef Paul Kagame den rotierenden Vorsitz der Afrikanischen Union (AU) übernommen. Bei al-Sisi wird erwartet, dass er sich stärker auf die Themen Sicherheit, Friedenserhalt und Wiederaufbau nach bewaffneten Konflikten konzentriert. Liesl Louw-Vaudran vom Institut für Sicherheitsstudien in Südafrika sagte, Ägypten wolle den AU-Vorsitz nutzen, um seine Beziehungen zum Rest des Kontinents zu vertiefen. Amnesty International warnte vor einer Aushöhlung der Menschenrechte durch die ägyptische AU-Präsidentschaft. Staatschef al-Sisi zeige "eine schockierende Geringschätzung für Menschenrechte", erklärte die Amnesty-Kampagnenchefin für Nordafrika, Najia Bounaim.
Source: Die Welt February 10, 2019 17:03 UTC