Jänner 2026 gaben Chefredakteur Benjamin Opratko und Geschäftsführer Samuel Stuhlpfarrer das Ende der Zeitschrift nach sechs Jahren Erscheinen bekannt, Autoren und Fotografen derselben erfuhren davon am Vortag. Seit Oktober 2019 erschien Tagebuch als aufwendig gestaltete Printzeitschrift mit Essays, Reportagen, Interviews, Kommentaren, festen Debattenseiten und einem umfangreichen Rezensionsteil. Die Rubrik »Tagebuch im Tagebuch« machte diese Genealogie explizit, indem sie frühere Texte kontextualisierte und sie in die Gegenwart rückübersetzte. Samuel Stuhlpfarrer, zuletzt ihr Geschäftsführer, orientierte sich dabei an einem strömungsübergreifenden Begriff von Linkssein: oppositionell, analytisch und nicht identitätspolitisch verengt. Zuletzt erschien Tagebuch zweimonatlich, unterstützt durch eine Publizistikförderung von rund 6.000 Euro.
Source: Junge Welt February 04, 2026 18:34 UTC