Deutsche Wettertrupps errichteten an der Ostküste der größten Insel der Welt mehrere Außenposten zur besseren Vorhersage. Gleichzeitig gestatteten die Dänen mit dem Hull-Kauffmann-Vertrag vom April 1941 den Vereinigten Staaten, militärische Stützpunkte auf Grönland zu errichten. Einige von ihnen wie Bluie West Six, heute Thule Air Base, sind weiterhin Betrieb oder werden wie Bluie West One als Flughafen Narsarsuaq oder Bluie West Eight in Kangerlussuag zivil genutzt. Eine Station an der Ostküste, die nur zwischen 1942 und 1947 betrieben wurde, war Bluie East Two. Doch aufgrund der widrigen Wetterverhältnisse wurde BE-2, so die interne Abkürzung für Bluie East Two, für den Transatlantikverkehrs kaum genutzt, eher als ein Ausweichflughafen und für Einsätze gegen die Deutschen: Im März zerstörten in Bluie East Two gestartete Bomber vom Typ B-24 die deutsche Wetterstation auf Sabine Island 600 Kilometer weiter nördlich.
Source: Die Welt January 09, 2022 04:31 UTC