Die gebürtige Hamburgerin, die unter anderem in England lebte, weiß durch ihre eigene Mehrsprachigkeit um den Facettenreichtum, aber auch die Limitierungen von Sprache. Als politische Aktivistin prangert sie an, wie durch eine bestimmte Ausdrucksweise nicht nur Vorurteile, sondern sogar Hass, Hetze oder Häme transportiert werden. Es geht darin ja nicht nur um Diskriminierung, sondern darum, dass über Sprache allgemein viel transportiert wird, sogar Panik, wie etwa jetzt im Moment." Detailansicht öffnen Kübra Gümüsay:"Sprache und Sein", Hanser Berlin,gebunden,ET: 27.01.2020,208 Seiten,18 EuroDas zweite Buch, das Otter allen Lesern ans Herz legen möchte, ist "1794" von Niklas Natt och Dag. Das schonungslose Sittengemälde mit Details, die sich zarte Gemüter besser ersparen sollten, wird immer wuchtiger und unerträglicher - hat gleichzeitig aber eine ungeheure Sogwirkung.
Source: Suddeutsche Zeitung March 19, 2020 20:48 UTC