FC Köln hatte zwar in der letzten Minute der Nachspielzeit das 2:1 gegen Borussia Mönchengladbach geschossen und stand dadurch unverhofft vor einem großen Derbysieg, doch was Stefan Ruthenbeck spürte, das war "ein bisschen Bitterkeit" und das Gefühl, dass das alles doch "sehr, sehr schade" sei. Der Trainer sah die jubelnden Spieler und erinnerte sich der leidenschaftlichen Gegenwehr, die sie den überlegenen Gladbachern geboten hatten. Mit der Melancholie war es aber schnell vorbei, als der Coach an das nächste Spiel dachte, das möglicherweise den besten Gegner bietet, den sich der 1. Ruthenbeck wechselte so offensiv wie möglich: "Hopp oder Topp, das hatten wir gesagt, und das haben wir gemacht", erklärte der Trainer, "heute sind wir belohnt worden." Der genesene Nationalspieler Jonas Hector ("Er steht sportlich über allen", so der Trainer) hat sich trotz Praxisrückstands schon gegen die Borussen als luxuriöser Zugewinn erwiesen.
Source: Suddeutsche Zeitung January 15, 2018 18:00 UTC