Der Schulleiter hatte die Vorfälle bestätigt – auch, dass die tatverdächtigen Schüler aus türkischen beziehungsweise arabischen Familien stammen. Seine Darstellung, wonach sich die Schulleitung von Anfang an um eine Lösung des Konflikts bemüht habe, wiesen die Eltern des 14-Jährigen, die sich inzwischen in der Redaktion des Tagesspiegels meldeten, allerdings zurück. „Das absolute Gegenteil ist der Fall“, sagte der Vater: „Die Schulleitung hat überhaupt nicht reagiert. Obwohl die antisemitischen Beleidigungen nicht aufhörten, habe der Schulleiter die Auseinandersetzung mit den Verursachern auf die lange Bank geschoben, erzählen die Eltern. „Solange es nicht strafrechtlich relevant ist, wird das ohnehin nicht registriert“, sagt er: „Viele Betroffene scheuen sich, die Vorfälle an die große Glocke zu hängen.
Source: Der Tagesspiegel April 01, 2017 17:15 UTC