„Alles gut“ ist weder Ja noch Nein, aber eine Antwort auf die meisten Alltagsfragen. Man konnte banale Fragen aus der Situation heraus stellen oder hintergründige Fragen, die früher einmal ein langes Gespräch nach sich zogen. Da sagt man auch ständig „All good“ oder „Everything’s okay“, was in etwa so beliebig ist wie ein Wandtattoo neben der Kaffeemaschine. Es wird offensichtlich, dass a) Tiere, b) Natur und c) Alkohol und Essen sehr zum Wohlbefinden des Einzelnen beitragen können. schon vor fünf Jahren neben anderen umgangssprachlichen Floskeln wie „Was geht?“ als Teil einer neuen alltagssprachlichen Ökonomie im Deutschen auf, als „Minidialog in jeder Lebenslage“.
Source: Frankfurter Allgemeine Zeitung June 29, 2021 16:52 UTC