In Brasilien leben Journalisten immer gefährlicher - News Summed Up

In Brasilien leben Journalisten immer gefährlicher


In Brasilien kamen im vergangenen Jahr drei Journalisten ums Leben, damit liegt das Land auf dem amerikanischen Kontinent hinter den USA (neun getötete Journalisten) und Mexiko (sieben). Erstaunlich finde ich die in Brasilien immer wieder hervorgebrachte Kritik, die brasilianischen Medien würden ihre eigenen Interessen verfolgen und seien parteiisch. Dennoch stimmt das Argument der „gekauften Presse“ unter dem Strich nicht: In wenigen Demokratien außerhalb der Industrieländer liefern die Journalisten so regelmäßig Scoops wie in Brasilien. Kein Zweifel, dass die Anfeindungen und Attacken auf Journalisten in der nächsten Zeit weiter zunehmen werden, zumal ja auch in der Bevölkerung das Ansehen der Journalisten tief gesunken ist. Für die brasilianischen Journalisten bleibt nur der Trost: Wenn sie von rechts wie links mit den fast wortgleichen Argumenten attackiert werden, dann scheinen sie ihre Arbeit richtig zu machen.


Source: Handelsblatt March 21, 2019 14:15 UTC



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