Mehr als 95 Prozent der Mitglieder der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL), die an der Urabstimmung teilgenommen hatten, votierten für Arbeitskampfmaßnahmen – also für Streiks. Das hatte der GDL-Bundesvorsitzende Claus Weselsky am vergangenen Dienstag auf einer Pressekonferenz bekanntgegeben. Ein bundesweiter Streik im Personenverkehr und in den Betrieben der Bahninfrastruktur folgte von Mittwoch morgen zwei Uhr bis Freitag morgen zwei Uhr, 48 Stunden also. »Gemessen an der Stimmung in der Belegschaft könnte der Streik gar nicht lange genug dauern«, sagte Weselsky vergangene Woche. Zum Hintergrund: Die Lokführergewerkschaft will ein Entgeltplus von 3,2 Prozent bei einer Laufzeit von 28 Monaten durchsetzen.
Source: Junge Welt August 16, 2021 17:26 UTC