AthenSie waren der Rettungsring, der die griechischen Banken im Krisensommer 2015 vor dem Untergang bewahrte: die Kapitalkontrollen. Die Banker fürchten bei einer vorzeitigen Lockerung das Risiko einer neuen Kapitalflucht – wie im Frühjahr 2015. Die Depositen fielen von 237,5 Milliarden Euro im Vorkrisenjahr 2009 auf 122,2 Milliarden Mitte 2015. Das wäre ein gewaltiger Kraftakt, der nach Schätzungen aus Finanzkreisen die Banken Eigenkapital von über elf Milliarden Euro kosten würde. Dass die Euro-Partner noch einmal Hilfsgelder für die Rettung der griechischen Banken locker machen, ist ebenfalls unwahrscheinlich.
Source: Handelsblatt February 10, 2019 12:33 UTC