In diesem Jahr zeigt sich, was Kendrick Lamar, Beyoncé und Childish Gambino damit bewirken. Trotzdem blieb anschließend vor allem die Erinnerung daran, wie Neil Portnow, der CEO der Recording Academy, die einlädt und die Preise vergibt, Frauen empfahl, doch einfach mehr hervorzutreten, wenn sie Karrieren machen wollten. Seitdem hat die Academy immerhin ihr Nominierungsverfahren und ihre Mitgliederauswahl geändert und auch sonst viel Tamtam um neue Diversitätsbestrebungen gemacht. Zu den Künstlern, die dieses Jahr eingeladen waren, aber nicht kamen, gehörten: Beyoncé, Taylor Swift, Ariana Grande, Jay-Z, Kendrick Lamar. Man muss sich die Recording Academy vorstellen wie eines dieser Gremien der öffentlich-rechtlichen Sender, in denen eine sehr homogene Gruppe von Menschen sitzt, die sich sehr hartnäckig gegen jede progressive Tendenz sträuben.
Source: Frankfurter Allgemeine Zeitung February 11, 2019 12:03 UTC