Viele Unternehmen klagen: „Statt über Innovation, Investition und Modernisierung wird in letzter Zeit zu viel über Ausstiege, Verbote und Reglementierungen geredet.“ Bild: dapdtrueKlagen von Unternehmensführern über fehlenden Reformwillen und Wirtschaftsfeindlichkeit in Deutschland sind mittlerweile an der Tagesordnung. Anstatt mit dem Wirtschafts- und Industriestandort die Grundlage des hiesigen Wohlstands zu sichern, werde „nur noch über Ausstiege, Verbote und Reglementierungen geredet, statt über Innovation, Investition und Modernisierung“, klagte Vassiliadis an. Hinter dem Unmut des Gewerkschafters stehen aber auch Sorgen um die Zukunft etwa der Pharma- und Chemieindustrie. Zum einen sieht sich die Branche hierzulande ohnehin einer starken Skepsis gegenüber, auch wenn Lohnbedingungen und Sozialschutz ihrer Beschäftigten traditionell überdurchschnittlich gut sind. Zum anderen lieferten hohe Energiekosten und hemmende Regulierungen den Unternehmen immer größere Anreize, langfristig angelegte Investitionen in andere Weltregionen zu verlagern, warnt Vassiliadis.
Source: Frankfurter Allgemeine Zeitung January 13, 2018 15:56 UTC