Vor allem geht es mir um den Austausch zwischen uns Frauen in einem sicheren und geschützten Raum, wo wir uns ausprobieren können. Das hat einen Grund: Die feministische Ökonomie ist ein traditioneller Weg der indigenen und bäuerlichen Gemeinschaften, sie ist im Kern eine dekoloniale Aktion. Wir Frauen sind die Basis der Wirtschaft, zu Hause widmen wir uns der Pflege und Hausarbeit. Ja, ich betrachte mich als Feministin, obwohl der Neoliberalismus mit seinem Diskurs über Frauen diesen Begriff ja fast eingeebnet hat. Die Sprache der Kunst kennt keine Unterschiede oder Grenzen, es ist eine gesellschaftlich sehr breite Sprache mit gemeinsamen Codes.
Source: Neues Deutschland January 08, 2022 12:56 UTC