Das Verteidigungsministerium taucht in der Statistik mit 34 Millionen Euro allerdings relativ weit unten auf. Anders als es Zahlen Anfang Dezember vermuten ließen: Da hatte das Ministerium in einer anderen Antwort auf eine parlamentarische Anfrage das Volumen der laufenden Rahmen- und Einzelverträge noch mindestens auf das Sechsfache (207 Millionen Euro) beziffert. Deutschland sei eine Berater-Republik, hieß es schon in den 1990er Jahren. Trotz dieser Kritik verlassen sich die Regierungsbehörden aber offenbar weiter stark auf die Expertise von außen – der öffentliche Sektor wird zunehmend vom privaten überlappt. Aus dem Innenministerium, das in der Statistik des Finanzministeriums die zweithöchsten Kosten für Berater aufweist, hieß es auf Nachfrage, Expertise von außen werde nur für temporäre Unterstützung eingeholt – wesentliche Entscheidungen blieben der Behördenleitung vorbehalten.
Source: Frankfurter Allgemeine Zeitung February 11, 2019 10:52 UTC