Hauptvorwurf: Die rigorose Art und Weise, in der das Ministerium das neue Bundesintegrationsgesetz auslege, mache es vielen jungen Flüchtlingen von vornherein unmöglich, eine Berufsausbildung anzutreten. So etwa: Vor dem ministeriellen Schreiben sei es kein Problem gewesen, dass Flüchtlinge, deren Asylantrag abgelehnt worden war, relativ schnell zu einer Duldung, einer Arbeitserlaubnis und damit auch zu einer Berufsausbildung gekommen seien. In den Betrieben wachse die Sorge, dass sich etliche der Amtschefs nicht mehr trauten, für abgelehnte junge Asylbewerber eine Duldung auszusprechen. Es ließ wissen, dass "wir die Rechtsauffassung", so heißt es im Antwortschreiben, "nicht teilen". Heißt auf gut Deutsch: Alles ist genau so restriktiv gemeint, wie es im interministeriellen Schreiben steht.
Source: Suddeutsche Zeitung November 17, 2016 17:56 UTC