IMAGO/XinhuaViele Kommentatoren trauen Donald Trump einen Militärschlag gegen Kuba zu, verweisen aber durchweg auf abwiegelnde Formulierungen. Überschrift: »Trump wird verärgert sein, wenn der Dominostein Kuba nicht fällt.« Das Kappen der venezolanischen Ölzufuhr werde zwar »verheerende« Folgen haben, und eine verschärfte Wirtschaftskrise könne zwar soziale Unruhen und regierungsfeindliche Demonstrationen auslösen: »Doch ohne eine organisierte Opposition, die die Unzufriedenheit in eine nachhaltige politische Bewegung kanalisiert, können die Sicherheitskräfte vereinzelte Ausbrüche eindämmen. Kuba ist nicht Polen oder die DDR im Jahr 1989.«Leogrande argumentiert: »Trump scheint zu erkennen, dass Kuba ein schwierigerer Fall ist als Venezuela. Ungeachtet der militärischen Überlegenheit der Fremden.«Anders als Leogrande teilt Springers Welt am Dienstag bereits die kubanische Beute auf. Bräuer lässt sich aber auch vom US-Professor Evan Ellis sagen: »Wir sind noch weit von einer größeren militärischen Intervention in Kuba entfernt«.
Source: Junge Welt January 13, 2026 18:31 UTC