Die Opposition befürchtet, dass Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) bei der Digitalakte nach der Devise „Schnelligkeit vor Qualität“ verfährt. „Es ist ein Grundversprechen der elektronischen Patientenakte, dass die Versicherten selbst entscheiden können, wem sie welche Daten zur Verfügung stellen wollen“, sagte die gesundheitspolitische Sprecherin der Grünen, Maria Klein-Schmeink. „Eine elektronische Patientenakte mit erheblichen technischen Einschränkungen und Mängeln beim Datenschutz schürt weiteres Misstrauen bei den Patienten.“Spahn wies das zurück. Für die technischen Standards der elektronischen Patientenakte ist die Gematik-Gesellschaft zuständig, die den Aufbau des deutschen Gesundheitsdatennetzes steuert. Mit der Zusammenführung von Gesundheitsdaten in elektronischen Patientenakte verbinden Befürworter die Hoffnung, dass Doppeluntersuchungen oder Unverträglichkeiten bei Arzneimitteln vermieden werden können.
Source: Handelsblatt May 21, 2019 15:11 UTC