TOKIO/BERLIN/MOSKAU (Eigener Bericht) – Deutschland und Japan stimmen sich verstärkt über ein gemeinsames Vorgehen in den Machtkämpfen gegen Russland und gegen China ab. Für Japan betrifft dies insbesondere das Flüssiggasprojekt Sachalin II, an dem japanische Konzerne beteiligt sind; es deckt rund zehn Prozent der japanischen Flüssiggaseinfuhr. „Russland von China lösen“Japan hat seit dem Beginn des Ukraine-Kriegs seine Russlandpolitik rasant an diejenige der transatlantischen Mächte angepasst. Am Flüssiggasprojekt Sachalin II sind neben Shell (27,5 Prozent) mit Mitsui (12,5 Prozent) und Mitsubishi (10 Prozent) zwei japanische Konzerne beteiligt. [4] Ungewiss ist dabei vor allem auch, ob Japan weiterhin Flüssiggas aus dem Sachalin II-Projekt erhalten wird.
Source: Suddeutsche Zeitung July 13, 2022 06:16 UTC