Im voll besetzten Plenarsaal erzählte die Holocaust-Überlebende ihre Geschichte: Als fünfjähriges Kind wurde sie zusammen mit ihrer Mutter nach Auschwitz verschleppt. An dem Tag, an dem sie in das NS-Konzentrationslager deportiert worden sei, sei vermutlich die Gaskammer defekt gewesen. Andere Male habe sich das Kind unter Leichen oder in der Zwischendecke einer Wohnung im Ghetto versteckt. Und möge das Handeln dafür sorgen, dass ‚Nie wieder‘ nicht nur eine Parole ist, sondern eine bleibende Verpflichtung“, mahnt die Holocaust-Überlebende. Es müsse die historische Selbstverständlichkeit Deutschlands sein, dass jede Form der Ausgrenzung jüdischen Lebens dem Wesen unseres Landes widerspreche.
Source: Suddeutsche Zeitung January 29, 2026 14:01 UTC