Mit der erstmaligen Veröffentlichung von Details aus dem bislang streng vertraulichen Garcia-Report durch die „Bild“-Zeitung werden Ermittlungen um die Skandal-Vergabe der WM-Turniere 2018 und 2022 publik, die der Fußball-Weltverband lieber weiter unter Verschluss gehalten hätte. Für seinen mehrfach postulierten moralischen Neuanfang im Weltfußball kommen die Details und die neuerliche Debatte Infantino jedenfalls reichlich ungelegen. Hier ruhen die Hoffnungen der Kritiker weiter auf den laufenden Ermittlungen der Schweizer Justiz, die unter anderem mehrere Dutzend Verdachtsfälle auf Geldwäsche untersucht. In der Liste der vielen schmutzigen Details fehlten dem deutschen Topjuristen Eckert aber dingfeste, justiziable Beweise für einen konkreten Einfluss auf die WM-Vergabe. Im Fifa-Amt sind von damals nur noch der Spanier Angel Maria Villar Llona und der Ägypter Hany Abo Rida.
Source: Frankfurter Allgemeine Zeitung June 27, 2017 12:17 UTC