Bei „Mose“ handelt sich um Italiens größtes Infrastrukturprojekt der Nachkriegszeit – und zugleich um das große Unvollendete des Belpaese: ein Symbol für politische Gleichgültigkeit, Korruption und bürokratischen Wahnsinn. Von der dringenden Notwendigkeit, das Weltkulturgut Venedig vor dem drohenden Untergang zu retten, redet man in Italien spätestens seit dem 4. Insgesamt sollen Schmiergelder in Höhe von 250 Millionen Euro geflossen sein. Als neuer Starttermin ist nun der Jahresanfang 2021 festgelegt; es heißt, dass für die Fertigstellung noch rund 400 Millionen Euro erforderlich seien. MOSE soll Venedig vor Fluten schützenNicht wenige Venezianer begegnen den neuen Ankündigungen mit Skepsis – zu oft sind die Termine für die Einweihung von „Mose“ bisher verschoben worden.
Source: Der Tagesspiegel November 23, 2019 14:37 UTC