Oktober bis nachts um 2 Uhr 40 auf dem Freiburger Universitätscampus auf einer Party und fuhr dann mit dem Fahrrad nach Hause. Das Klischee vom Fremden, der nach Deutschland kommt und kriminell wird, der vergewaltigt und mordet, ist auf dem Höhepunkt der Flüchtlingswelle 2015 immer wieder bedient worden und wurde in den sozialen Medien und von interessierten Kreisen tausendfach multipliziert und verbreitet. Doch es ist auch für die, die keine Ressentiments hegen, die nicht alles in einen Topf schmeißen, schwierig. Sie ist vielleicht noch gefährlicher, als die Fakten und Nachrichten zu senden, wie sie derzeit eben auf dem Tisch liegen. Aber ausgerechnet Freiburg ist auch ein Beispiel dafür, dass die zu manchen Zeiten eher bedingungslosere Willkommenskultur einem zumindest nüchterneren Blick gewichen ist.
Source: Der Tagesspiegel December 04, 2016 18:04 UTC