Künstler in der DDR“ lautet der Titel der dritten großen Ausstellung im Potsdamer Barberini-Museum. Welches Bild hatten Maler in der DDR von sich und ihrer Rolle. Kaum ein Künstler in der DDR, der nicht vielfach sein eigenes Antlitz abgebildet hätte. Der Künstler im Atelier, als Arbeiter, als Außenseiter, als Punk, als Narr, dazu „Störbilder“ aus den 80er Jahren, als der Staat schon anfing zu bröckeln. Vielleicht persifliert das Strand-Setting auch die Losung „Weite und Vielfalt“, die die SED-Kulturpolitik Anfang der 70er Jahre, zu Beginn der Honecker-Ära, für künstlerische Produktionen ausgerufen hatte.
Source: Der Tagesspiegel October 26, 2017 15:56 UTC