Sportler haben in deutlich größerem Ausmaß als bisher angenommen unter den Spätfolgen des staatlich verordneten Zwangsdopings in der DDR zu leiden. Das ist das erste Ergebnis einer bislang einmaligen Studie, die der Greifswalder Trauma-Forscher Harald Freyberger und der Chefarzt der Psychosomatik der Helios-Kliniken Schwerin, Jochen Buhrmann, vorgestellt haben. Demnach seien Betroffene heute signifikant häufiger krank als der Rest der Bevölkerung. Schwerwiegende Schädigungen, Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen träten gleichzeitig bis zu fünf Mal häufiger auf. Für die Studie hatten die Forscher die Datenbank des Dopingopfer-Hilfevereins (DOH) sowie mehrere hundert Fragebögen und Gutachtergespräche mit Betroffenen ausgewertet.
Source: Der Tagesspiegel October 26, 2017 07:41 UTC