Zugleich machte der Erzkonservative mit dem ständigen Hang zum neoliberalen Staatsstreich deutlich, dass er seine Ambitionen längst noch nicht begraben hat. Merz ist prononcierter Vertreter jenes Flügels in der CDU, der in der Regierungspolitik der letzten Jahre eine sogenannte Sozialdemokratisierung kritisiert. Und dort wäre sie auch zu Recht hingeschoben, wenn man die These der Sozialdemokratisierung teilte. Die CDU folgte da noch klarer jenem Kurs, den Merz ihr wohl auch jetzt gern verordnete. Mitten in seiner Demutsgeste ließ er in Leipzig anklingen, dass er die Zeit gekommen sieht - für neue »Zumutungen«.
Source: Neues Deutschland November 22, 2019 16:52 UTC