Intendanzen müssen enden, damit neue künstlerische Wege eingeschlagen werden können.“ Barrie Kosky zeigt sich bei der Vorstellung seiner letzten Saison als Intendant der Komischen Oper bewusst unsentimental. Seine Nachfolge hat er längst geregelt, Koskys geschäftsführende Direktorin Susanne Moser übernimmt als Ko-Intendantin ab Sommer 2022 gemeinsam mit Operndirektor Philip Bröking die Leitung des Hauses. Kosky inszeniert Kurt Weills und Bertolt Brechts „Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny“, im Dezember kommt seine Salzburger Inszenierung von „Orpheus in der Unterwelt“ nach Berlin. Das Finale als Hausherr wird mit Verdis „Falstaff“ eingeläutet und gipfelt in „Barrie Kosky’s All-Singing, All-Dancing Yiddish Revue“ mit Weggefährten wie Dagmar Manzel, Katharine Mehrling, Max Hopp, Helmut Baumann und den Geschwistern Pfister. Als Hausregisseur wird er künftig mit zwei Produktionen pro Spielzeit die Verbindung zur Komischen Oper halten, die ihn spürbar längst noch nicht über hat.
Source: Der Tagesspiegel June 30, 2021 10:41 UTC