Der Dichter, Chansonnier und Schriftsteller Bulat Okudschawa hat die dramatisch-bedrängenden Lebenssituationen in der Sowjetunion am eigenen Leib erlebt. In seinen Texten, Gedichten und Liedern spiegelt sich die Lebenswirklichkeit in Sowjetzeiten wider. Okudschawas Vater wurde im Jahr des großen Terrors als angeblicher Trotzkist erschossen, seine Mutter landete als "Frau eines Volksfeindes" für zehn Jahre im Gulag. Zerrissen zwischen Schmerz und Liebe zur russischen KulturBulat Okudschawa erzählt in seinen Liedern und Texten von diesem Schmerz und lässt doch immer wieder seine große Liebe und Verbundenheit zu seiner Heimat durchklingen. In vielen, oft scheinbar unpolitischen Liedern und Texten geht Okudschawa den Problemen feinfühlig melancholisch auf den Grund.
Source: Die Welt June 08, 2022 13:08 UTC