Der Queer-Beauftragte des Berliner Senats, Alfonso Pantisano, hat den SPD-Generalsekretär Kevin Kühnert antimuslimischen Rassismus vorgeworfen, weil dieser berichtete, aus Männergruppen mit vermutlich muslimischen Hintergrund mit schwulenfeindlichen Sprüchen angemacht zu werden. Aber es bleibt schon ein bemerkenswerter Vorgang, dass der Vertreter des Berliner Senats Schwulen Unterstützung gegen Anfeindungen durch muslimische Männer verweigert und diejenigen, die darauf aufmerksam machen, als Rassisten denunziert. Manche Schwule, die bestimmte Ecken Berlins meiden, mögen das als Hohn empfunden haben. Es ist nicht zu erwarten, dass der Berliner Senat eine solche Verletzung der Amtspflichten durch seinen Queer-Beauftragten duldet. Die Vorgang öffnet einen Blick in ein durch Staatsknete gefördertes und über die Jahre gewachsenes Milieu, das seine Aufgaben selbstherrlich nach den eigenen politischen Vorstellungen exekutiert.
Source: Der Tagesspiegel October 07, 2024 13:07 UTC