Die Not ist so groß, dass auf der U5 schon schmalere Züge aushelfen müssen, die eigentlich für U1 bis U4 vorgesehen sind. Sie vertreten den französischen Schienenfahrzeugkonzern Alstom, der wegen der milliardenschweren Bestellung von bis zu 1500 neuen U-Bahnwagen gegen die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) Klage eingereicht hat. Am Freitag kamen vor dem Kammergericht weitere, von Alstom im schriftlichen Verfahren vorgebrachte Punkte zur Sprache. Die BVG konterte mit Wiegeprotokollen, die Teil des Abnahmeverfahrens für neue Wagen ist und die niedrigere Werte enthielten. Zumindest einen Vorteil kann Alstom aus dem Verfahren ziehen: Der Konzern konnte einen sehr genauen technischen Einblick in die Fahrzeuge des Konkurrenten Stadler nehmen.
Source: Neues Deutschland March 20, 2020 17:15 UTC