2017 sind etwa zehn Mal so viele Menschen nach Algerien, Marokko oder Tunesien abgeschoben worden wie 2015. Die Zahl der Abschiebungen aus Deutschland in die nordafrikanischen Maghreb-Staaten ist einem Bericht der Bild -Zeitung zufolge zuletzt deutlich gestiegen. Die seit 2016 geführten Verhandlungen mit den Regierungen von Marokko, Algerien und Tunesien sollen bei der Identifizierung Ausreisepflichtiger geholfen haben. Deutschland schiebt offenbar immer mehr Menschen in die drei Maghreb-Staaten Algerien, Tunesien und Marokko ab. Schon der damalige Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) hatte im Frühjahr 2016 mit den nordafrikanischen Maghreb-Staaten Gespräche geführt, um Abschiebungen zu erleichtern.
Source: Suddeutsche Zeitung October 08, 2018 05:03 UTC