Anstatt Erleichterung über den Neustart des Prostitutionsgewerbes keimt unter dort tätigen Frauen in Nürnberg Sorge auf. Die kam oft am Telefon bei Manuela Göhring an - beim Verein "Kassandra", der eine Fachberatung für Menschen in der Sexarbeit trägt. Warten und hoffen, dass das mit dem Gesundheitsamt zügig klappt, dass die Ordnungsbehörden tatsächlich kulant sind - mehr konnte Göhring kaum empfehlen. Es geht um den Arbeitsausweis, den die Prostituierten brauchen, um ihr Gewerbe zu legalisieren, er ist während der Pandemie oft abgelaufen. Die Belastung der Gesundheitsämter in Bayern dauere an, "absolute Priorität" habe die Pandemiebekämpfung - insbesondere die Kontaktnachverfolgung und Kontrollen der Hygienevorschriften, teilte das Gesundheitsministerium auf Anfrage mit.
Source: Suddeutsche Zeitung July 04, 2021 15:00 UTC