Folgen:Aber nein, das Lied heißt „Goose Snow Cone“, es handelt, zumindest vordergründig, von einer Katze dieses Namens und wird gesungen von Aimee Mann. „I just wanted a place, but I ended up gone“, singt sie mit einer vieldeutigen Metapher. Aimee Mann hat dieses Album selbst, wie mit einer vorausgeschickten Warnung, als „my saddest, slowest record“ beschrieben - nicht ohne humorvoll anzumerken, wie belustigend sie die zweideutige Nachrichtenmeldung „Aimee Mann announces Mental Illness“ dann fand. Die Mischung aus Schwere und Heiterkeit ist typisch für sie, und sie schlägt sich auch in der Musik nieder: Gravitätisch wirkt bisweilen der Dreivierteltakt mancher Songs, den man auch von früher schon kennt, während die Stimme luftig und flatterhaft klingt. Aber auch das scheint die Künstlerin mit Humor zu nehmen: Ihr eigenes Label, auf dem das Album erschienen ist, heißt Superego Records.
Source: Frankfurter Allgemeine Zeitung April 07, 2017 16:06 UTC