In den gegenwärtigen Lesarten des Postkolonialismus kommen die einstigen Vordenker einer postkolonialen Welt nur selten vor. Auf solche Stimmen stützt sich die äthiopisch-amerikanische Forscherin Adom Getachew in ihrer historischen Untersuchung des Antikolonialismus. Getachew definiert „Imperium“ hier als „Bündel von Prozessen einer ungleichen globalen Integration, die im späten 19. und frühen 20. Neokoloniale AbhängigkeitDoch, so führt Getachew aus, es ging eben nicht nur um die juristische Unabhängigkeit, sondern auch um eine faktische „Nichtbeherrschung“. Es ist hochinteressant, wie Getachew die Kühnheit und die Visionen des postkolonialen Aufbruchs schildert.
Source: Die Welt January 26, 2023 16:05 UTC