Inzwischen erfahren Teile des früheren Jugoslawien bescheidenen ökonomischen Aufschwung, doch der ökonomische wie der demokratische Fortschritt sind gefährdet. Mit sechs Staaten schloss die EU Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommen: mit Mazedonien (2004), Albanien (2009), Montenegro (2010), Serbien (2013), Bosnien-Herzegowina (2015) und mit dem Kosovo (2016). Nach zehn Tagen Krieg gab die Jugoslawische Volksarmee auf, Slowenien erlangte Unabhängigkeit und wurde 2004 Mitglied der EU wie der Nato. Erholt haben sich Teile des Tourismussektors und der Industrie, doch wurde erst vor Kurzem der ökonomische Vorkriegsstandard von 1989 erreicht. Reformen schleppen sich hin, während streitende Koalitionen wie die aktuelle aus der rechtsnationalistischen HDZ und der Mitte-Rechtspartei MOST einander blockieren.
Source: Der Tagesspiegel April 01, 2017 19:58 UTC