Jeder zweite Ukrainer hatte ein Konto bei der »Privatbank« (Kiew, 17. Die Untersuchung wurde von der US-Wirtschaftsdetektei Kroll vorgenommen und hat Informationen bestätigt und präzisiert, die im Prinzip schon Ende 2016, kurz vor der Verstaatlichung, in der ukrainischen Presse veröffentlicht worden waren. Demnach bestand die Haupttätigkeit der »Privatbank« darin, Kredite in Milliardenhöhe an ein Netzwerk von Scheinfirmen und Geschäftspartnern der beiden Bankeigentümer auszugeben. Weitere 1,5 Milliarden Dollar öffentliches Geld steckte die Nationalbank im Laufe des Jahres 2017 zusätzlich als »Rekapitalisierung« in die »Privatbank«. Der Staat sieht sich darauf angewiesen, wenigstens einen Teil seiner Auslagen zurückzubekommen, indem er Infrastruktur wie die Geschäftsgebäude und EDV-Anlagen der »Privatbank« verhökert.
Source: Junge Welt January 18, 2018 17:19 UTC