Denn die Aktivitäten der Reichswehr, die sich als ein »Staat im Staate« betätigte und deren Kommandeure mehr oder weniger offen für die Wiederherstellung der Monarchie bzw. Bürgerkrieges zu rekrutieren und zu schulen und immer wieder auch Übungen und Manöver mit der Reichswehr auf deren Truppenübungsplätzen durchzuführen. Wollte Sowjetrussland den Anschluss an die moderne Militärtechnik nicht verpassen, so war sie auf die Zusammenarbeit mit der Reichswehr angewiesen. Mit von der Partie waren »bewährte« Rüstungsproduzenten wie die Krupp-Werke, Rheinmetall, die AEG und der Siemens-Konzern. Die Zielsetzungen der Reichswehr-Führung, ihre Zusammenarbeit mit den militaristischen »Wehrverbänden« und die reaktionäre Gesinnung des Offizierskorps veränderten sich um keinen Deut.
Source: Die Welt October 07, 2016 15:22 UTC