Nun erinnerte die Kanzlerin auf der diesjährigen Nationalen Maritimen Konferenz in Hamburg die Branche an frühere Zusagen. Darauf angesprochen, verweisen Reeder auf die jahrelange Schifffahrtskrise und die globale Konkurrenz, auf die Kosten der deutschen Flagge und den höheren bürokratischen Aufwand. »Der Einsatz der Bundesregierung sollte jetzt Niederschlag in der deutschen Flagge finden.« Für die Forderung gab es von der Mehrzahl der etwa 700 Teilnehmer aus der gesamten maritimen Wirtschaft in der klassizistischen Handelskammer starken Applaus. Seeleute werden benötigt als Hafenlotsen, für die Hightech-Zulieferindustrie von Mecklenburg-Vorpommern bis Bayern sowie für den Ausbau der Offshore-Windparks in Nord- und Ostsee. Im Ergebnis, berichtet eine Betriebsrätin, lasse Siemens seine teuren Umspannplattformen lieber in Spanien und Dubai bauen als auf deutschen Werften.
Source: Neues Deutschland April 07, 2017 17:15 UTC