„Oberpeinlich“ findet ein Thüringer Staatsanwalt diese Justizpanne: Weil bei den Ermittlungen gegen die Verbrecherbande „Saat des Bösen“ Akten fehlgeleitet wurden, genießen zwei Anführer ihre Freiheit. AnzeigeDie seit Jahren in Thüringen laufenden Ermittlungen gegen die kriminelle Vereinigung „Saat des Bösen“ sind durch einen peinlichen Justizfehler erheblich erschwert worden. Schon im Oktober 2013 gab es in Erfurt einen Prozess gegen Mitglieder der Straßengang „Saat des Bösen“ Quelle: dpaAnzeigeDie Justizpanne ist auch deshalb so beunruhigend, weil die „Saat des Bösen“ über Jahre zu einer gut strukturierten und in das Rockermilieu vernetzten Organisation angewachsen ist. Im Januar nahm die Polizei „Saat des Bösen“-Anhänger fest, die in Suhl über Wochen einen 17-Jährigen in einer Wohnung festgehalten und gefoltert haben sollen. Nach eigener Aussage wurde der Minderjährige mit brennbaren Flüssigkeiten überschüttet, mit glühenden Zigaretten verbrannt und mit einem Messer verletzt.
Source: Die Welt April 02, 2017 00:45 UTC